Willkommen im Abenteuer!

Willkommen im Abenteuer!

SOLA WIWÖ 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Josefine Tacha   
Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 18:11 Uhr

Das spitze Sommerlager 2012, in St. Georgen am Reith

Tag 1: Ich muss aufs Klo!

Wir fahren in der zweiten Juliwoche nach St. Georgen.

„Die Großen“, also GuSp und CaEx sind schon in der ersten Woche angereist. Im Zug wird sehr oft aufs Klo gegangen, bis es so weit kommt, dass wir in Waidhofen stehen bleiben (dort sollten wir eigentlich umsteigen) und der Klogeher immer noch am Häusel sitzt. Doch wir steigen gerade noch rechtzeitig aus und erreichen den Bus. Im ehemaligen Blindenheim, beziehen die WiWö ihre Zimmer.

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Von Aki bekommen sie eine Privatführung über den Lagerplatz, dort können wir ToiTois (Ich muss aufs Klo!!), Zelte, Lagerbauten, den Essplatz und den Fahnenmast bewundern.

Am Abend gibt es einen neue Rudeleinteilung für das Lager und der ausgedachte Name soll durch ein Rätsel preisgegeben werden. Es werden zum Beispiel Kärtchen mit Buchstaben im ganzen Raum verteilt, wir müssen sie suchen und dann einen Namen daraus bilden.

Die gelben Ritter, die Ottifanten und Team Rot müssen nun in den nächsten Tagen Rudelpunkte sammeln.

 

Tag 2: Wie viel kostet eine Semmel?

Der Morgen ist eine Premiere, das erste Mal muss Nina die Kinder in der Früh aufwecken, sonst rumoren sie am ersten Lagertag immer schon um sechs herum.

Um neun werden wir mit Autos abgeholt und zum Gasthof Jagersberger gebracht. Die Kinder sind überwältigt von den tollen Sachen die es da gibt: ein Teich mit Kaulquappen, einem Floß und Seilbahn, eine Go-Kart-Bahn, Ziegen, Kaninchen, Pferde, Schaukeln und ein Kuhstall, der zu einem Spieleraum umgebaut wurde.

Da es regnet warten wir mit dem Spaziergang und vertreiben uns die Zeit im Spieleraum.

Dort wird gehämmert…

… mit Hufeisen gezielt…

…und Sumo gerungen.

Es klart endlich ein bisschen auf und der Besitzer des Gasthofs geht mit uns durch den Wald und zeigt uns ein paar Pflanzen und Tiere. Über den Schwalbenschwanzenzian erzählt er, dass man seine Wurzeln einem Kind, das sich am Abend nicht waschen will, als Tee geben soll. Wir erfahren auch, dass jedes Jahr ein anderer Bauer zum Enziansammeln eingeteilt wird um Schnaps zu machen. So soll die Ausrottung des Enzians verhindert werden.

Er findet eine Kröte, die von Hand zu Hand gereicht,  fallen gelassen und wieder aufgehoben wird und danach höchstwahrscheinlich eine Therapie braucht.

Der Barfußwanderweg…

… und der 8 Grad kalte Kneippweg…

… sind eine Wohltat für die Füße.

Zum Mittagessen gibt es auf dem Feuer gekochten Sterz mit Zwetschkenröster und zum Nachtisch Adrenalin in Form von Flying Fox und einer Riesenschaukel.

Wir gehen zurück zum Gasthof wo die Kinder eifrig Kaulquappen fangen. Da eine Wasserflasche kein gegeigter Lebensraum für so ein Tier ist, müssen sie die Kaulquappen dalassen.

Am Nachmittag gibt es dann die Ortserkundung von St. Georgen. Da der Ort nicht sehr groß ist, dauert sie dementsprechend kurz. Die „Sehenswürdigkeiten“ sind die Gulasch-Köchin, das Gemeindeamt, die Musikschule und der „Kubessa“, ein Bäcker mit Greissler.

Tag 3: Wo ist Tobi?

Der Wandertag steht an. Zusammen mit Bertl (der Mann der Gulaschköchin aus dem Ort) und seinem Hund Tobi, der zufällig so heißt wie ein Wölfling. Der Wanderspaziergang verläuft ruhig, und der tierische Tobi tollt neben uns her. Irgendwann glauben die die ganz hinten gehen, dass er vorne ist, und die die vorne spazieren denken er ist hinten. Irgendwann stellt sich heraus, dass der Hund irgendwo im Wald verloren gegangen ist. Bertl ruft und pfeift nach ihm, doch er kommt nicht angerannt. Bei der Mittagspause am Bauernhof wird die Aufmerksamkeit der Kinder von den coolen anderen Dingen abgelenkt. Im Stall stecken sie die Hände in die Mäuler der Kühe und lassen sich abschlecken, sie bauen eine Festung aus Heu und knuddeln Babykatzen. Da wird ein „alter“ Hund schon mal schnell uninteressant. Da das „unsanktgeorgige“ Wetter (=sonnig und trocken) anhält, gehen wir in die Ybbs schwimmen. Als Draufgabe taucht auch noch Tobi auf. Beim Schwimmen werden fleißig zerklatschte Bremsen gezählt (Nein, ich hab´ gewonnen, ich hab´ zwölf und du nur zehn!). Das „normale“ Wetter stellt sich dann doch ein und wir flüchten zurück ins Heim. Am Abend sind wir bei den GuSp zu einem Lagerfeuer eingeladen. Die GuSp zeigen uns vorbereitete Sketches, es wird gesungen und eine lustige Gruselgeschichte erzählt.

Tag 4: Das Floß der Leiter wird disqualifiziert!

Da alle drei Wichtel nach dem Lagerfeuer am Lagerplatz zum Übernachten geblieben sind und Max mit Fieber im Bett liegt, ist die Zahl der Frühstückenden heute ziemlich gering.
Wieder am Lagerplatz bauen wir mit den GuSp Flöße und zu Mittag werden wir auf den selbstgebauten Kochstellen bekocht.
In der Ybbs lassen wir die Flöße gegeneinander antreten. Der strömende Regen tut der Freude keinen Abbruch. Es macht den Kindern nicht mal etwas aus, dass sie ins Wasser fallen, und ihre Gummistiefel zu Aquarien mutieren.
Am Abend, es ist schon dunkel, machen wir uns zum sogenannten „Blindenweg" auf. Dort warten die GuSp mit einer Geisterbahn auf uns. Die WiWö werden RiRu-weise auf den Weg geschickt. Immer wieder springt jemand aus dem Gebüsch und erschreckt sie. Es gibt eine breite Bandbreite von Erschreck-Methoden: leises Anschleichen und Anfallen, anspritzen, am Weg herumliegen und um Hilfe stöhnen, Zombie spielen, herumtrampeln und vieles mehr. Doch alle WiWö und Leiter schaffen es ohne Herzrhythmusstörungen wieder im eigenen Bett zu landen.

Tag 5: Stopfen, Stopfen, Stopfen

Für die Olympiade laufen alle Leiter in weißen Togen herum. Die olympische Fahne wird mehr oder weniger feierlich gehisst und die Spiele beginnen mit dem Motto: „Dabeisein ist alles.“

Beim Schwedenbombenessen geht es dann doch mehr um schnelles Stopfen…

Nach der sportlichen Ertüchtigung machen sich alle für die Disco hübsch und nach dem Tanzen (mit und ohne Limbo) wird nur noch um die Wette geschlafen.

Tag 6: Tomaten, Zwiebeln und Gurken

Da CaEx und GuSp sehr mit dem Abbau beschäftigt sind, machen die WiWö Tortillas für sie. Erst wird beim Kubessa eingekauft und dann wird den ganzen Vormittag Gemüse geschnippelt, Sauce gerührt und Käse gerieben. Trotz der anfänglichen Skepsis ist genug Essen für alle da und zeitlich geht es sich auch hervorragend aus.

Am Nachmittag gibt es den Markttag, wo jeder eine Dienstleistung anbietet, oder selbstgemachte Sachen verkauft. Man kann ein Lagerabzeichen machen, sich bei Massage und Gesichtspeeling entspannen, Kunstwerke und wunderschöne Basteleien kaufen, Witze sammeln, sein Geld in der Bank vermehren (bis diese Pleite geht), im Souvenirladen Andenken erstehen, sich für alle Fälle mit Tarnfarben im Gesicht anmalen lassen, und einen Origamikurs belegen.

Beim riesigen Abschlusslagerfeuer werden die Urkunden und Medaillen für die Olympiade verliehen, die Sieger der Gesamtwertung bekommen sogar goldene Lorbeeren (Haselzweige). Ein Guide gewinnt vor einem Explorer den ersten Platz. Danach gibt es noch weitere Verleihungen (bei den Wichteln Clarissas siebentes Spezialabzeichen, bei den GuSp drei zweite Klassen und bei den CaEx ein Halstuch). Wir singen und rufen uns ein letztes Mal heiser, so dass ein Außenstehender der uns hören könnte, vermutlich sofort die Flucht ergriffen hätte.

Am nächsten Tag packen, putzen und räumen wir auf. Im Zug treffen wir auf zwei weitere Pfadfindergruppen und zwei Jungschargruppen, unsre Reservierung wurde nicht registriert, doch es ist genug Platz um sich im restlichen Zug zu verteilen.

Ich würde sagen, das war mein erstes und bestes WiWö-Sommerlager und ich hatte auch das Gefühl das es allen anderen genauso gut gefallen hat. Normalerweise bekomme ich in St. Georgen ziemlich schnell den Lagerkoller, aber diesmal blieb er aus (und das lag keineswegs an vorhandener Dusche und Bett). Es war toll mit den Kindern, Leitern und den anderen Sparten. Ich kann also nur ein großen Danke an alle richten die dabei waren und mitgeholfen haben!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 18:51 Uhr
 
 
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